Kanutouren durch Polen

September 25th, 2012

Vor allem bei Sparfüchsen, Familien und jugendlichen Gruppen ist Polen als Urlaubsland sehr beliebt. Während es viele nach Polen zieht, um an der Ostsee einen Strandurlaub zu verbringen oder bei einer Städtetour die Kultur des Landes besser kennenzulernen, wissen die wenigsten, dass es auch eine andere kreative Reiseart durch Polen gibt: Eine Kanutour durch das unberührte Grün Polens ist ein einmaliges Erlebnis.

Hierbei ist es egal, ob man zu Zweit, mit dem ganzen Freundeskreis oder mit der Familie reist: Es gibt verschiedenste Routen, Längen und Arten von Kanureisen. So kann man neben Tagestouren auch 10 Tage zu Wasser das Land bereisen, entlang schwieriger Strömungen oder durch gediegenes Gewässer, allein oder mit einem Gruppenleiter. Als beliebtestes Gebiet zählt dabei die Masurische Seenplatte. Diese befindet sich nordöstlich in Polen und bietet einem fantastische Naturbilder. Entstanden ist diese einzigartige Landschaft in der Eiszeit und mit einer Fläche von über 1700 Quadratkilometern gibt es hier einiges zu entdecken.

Die größten Wasserflächen dieser Seenplatte sind der Spirdingsee mit einer Fläche von über 110 Quadratkilometern und der Mauersee, welcher knapp die 100 Quadratkilometergrenze überschreitet. Insgesamt besteht die Masurische Seenplatte aus ca. 2700 Seen – und dadurch ist sie die größte Süßwasserquelle Polens. Dass dieses Gebiet bei Kanufahrern und Paddlern so beliebt ist, liegt an der Verbindung vieler Seen durch Kanäle. Dadurch kann man einen Großteil der Landschaft bequem per Boot bereisen.

Einer der wichtigsten Kanäle ist der Oberländische Kanal oder auch der Kanal namens Talcki. Hier kann man tagelang mit dem Boot reisen. Neben diesen langen Kanälen gibt es auch kleinere Verbindungen, welche man ideal für Tagestouren nutzen kann. Hinzu kommen viele gute Campingmöglichkeiten. Dadurch wird eine Bootsreise durch dieses Gebiet zu einem wahrhaften Abenteuerurlaub: Tagsüber kann man vom Wasser aus die Landschaften, die einzigartige Flora und Fauna bestaunen und Abends um das Lagerfeuer herum sitzen, Fisch grillen und Stockbrot backen. Im Sommer ist so eine Kanutour besonders ansprechend: Wird es einem zu warm, kann man an unzähligen Stellen sich im kühlen Nass abkühlen und den Aktivurlaub mit einem Badeurlaub kombinieren.

Kanutour auf der Lippe

März 2nd, 2011

Zwischen Ruhrgebiet und Münsterland fließt ein unterschätztes Flüsschen, das beste Bedingungen für eine ausgiebige Kanutour bietet: die Lippe.
Die Lippe ist ein 220 km langer Nebenfluss des Rheins und entspringt in Bad Lippspringe in Westfalen. Auf seinem Weg nach Westen in Richtung Rhein fließt er entlang des Nordrands des Ruhrgebietes und bildet in Teilabschnitten die natürliche und historische Grenze des Münsterlandes.

Der ganze Flussverlauf ist wichtiges Naherholungsgebiet für die Menschen und Rückzugsraum der Natur. Der östliche Flussteil mitsamt den Lippenauen wird sogar von der Europäischen Union geschützt.
Zum Kanufahren eignet sich die Lippe flussabwärts ab Paderborn bis zur Rheinmündung. Verschiedene Anbieter auf dem Markt bieten den Verleih von Booten zum eigenen Kanuausflug oder auch geführte Kanutouren an. Perfekt für den kleinen Gruppenausflug oder den Betriebsausflug mit der Firma. Wer möchte, kann gleich noch einen Grillabend oder Plätze auf dem Campingplatz dazubuchen.
Die Lippe eignet sich sowohl für längere Tagestouren als auch für eine kurze Sonntags-Paddeltour – egal ob mit Start in Lippstadt, Hamm, Werne, Lünen oder Waltrop.
Jeder Flussabschnitt hat seinen Reiz.

Wunderbar kombinieren lässt sich eine Kanutour auf der Lippe außerdem zu einer mehrtägigen Erlebnistour. So können Teilstrecken auch mit dem Rad entlang an Kultur- und Industriedenkmälern entlang führen. Auch eine Fahrt mit der Dampfeisenbahn oder mit dem Ausflugsdampfer auf Kanälen entlang der Lippe sind möglich. Hinzu kommen optionale Städtetouren zum Beispiel durch Paderborn oder Wesel. Eine Kanutour Lippe kann also noch viel mehr sein als bloßes Paddeln auf der Lippe – dem längsten Fluss Nordrhein-Westfalens.

Kanutour im Spreewald

Dezember 3rd, 2010

Der Spreewald ist ein etwa 3000 km² umfassendes Gebiet in welchem sich die Spree in ihrem Mittellauf verzweigt und über 300 natürliche Arme ausbildet. Hinzu kommen noch unzählige von Menschen geschaffene Kanäle. Diese wurden angelegt, um die Felder besser bewirtschaften zu können, auf denen reichlich Gemüse angebaut wird. Die Felder im Spreewald sind ausschließlich auf dem Wasserwege erreichbar.

Sehr beliebt sind Kahnfahrten im Spreewald wobei auf einem Kahn 20 bis 30 Fahrgäste Platz finden. Möchte man seine Ruhe finden und dem Massentourismus entfliehen, sind Touren mit dem Kanu empfehlenswert. Wer über kein eigenes Faltboot verfügt oder dies nicht zu transportieren vermag, kann sich an den Bootsausleihstationen ein Paddelboot mieten. Ausleihstationen gibt es in Burg/Spreewald, Lübbenau und Lübben. Allerdings ist es ratsam, sich rechtzeitig telefonisch ein Boot zu reservieren.

Es sind Ein-, Zwei- und Dreisitzer verfügbar. Die Dreisitzer sind schon etwas sperrig, wenn es darum geht, im inneren Spreewald die teils recht engen Kurven zu passieren. Auch sollte man sich darüber klar sein, was man mit seiner Tour bezweckt. Möchte man lediglich eine Ausflugstour unternehmen, kann man von Lübbenau aus den Spreewaldgasthof Wotschofska ansteuern oder von Burg aus das Hotel zur Bleiche. Dann steckt man aber wieder mitten im Massentourismus.

Wer sich etwas tiefer in den Spreewald hinein wagen möchte und nicht ortskundig ist, benötigt eine Karte für Wasserwanderer, die an den Ausleihstationen erworben werden kann. Man stößt dann nämlich in Gebiete vor, in denen man über Stunden keinen Menschen trifft und nach dem Weg fragen kann. Unzählige Paddler haben sich schon im Spreewald verirrt und es vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr bis zum Bootshaus geschafft. Wer ein kleines Zelt dabei hat, kann natürlich im Spreewald übernachten und die unberührte Natur genießen.

Die Strömung ist in den meisten Fließen nicht sehr stark, so dass man gut Kilometer machen kann, die nötige Ausdauer voraus gesetzt. Es empfielt sich, Proviant mit sich zu führen und nicht später als 10 Uhr aufzubrechen. Man kann dann gegen 13 Uhr auf einer Spreewaldwiese eine Rast einlegen und danach in aller Ruhe zum Bootshaus zurück paddeln. Manchmal versperren handbetriebene Schleusen den Weg. Wenn diese nicht besetzt sind, muss man selbst mit der Bedienung der Schleuse klar kommen.

Kanufahrt auf der Nahe

Mai 17th, 2010

Die Nahe ist ein etwa 125 km langer Nebenfluss des Rheins, entspringt im Saarland und verläuft dann hauptsächlich in Rheinland-Pfalz. Der Flussverlauf führt unter anderem an Idar-Oberstein, Kirn, Monzingen und Bad Sobernheim vorbei. Weiter geht es von Bad Kreuznach über Gensingen nach Bingen, wo die Nahe dann in den Rhein mündet. Das Nahetal ist geprägt von wunderschönen Weinbergen, grünen Wiesen und natürlichen Flusslandschaften, und somit besonders beliebt bei Frischluftfans und Kanufreunden. Allerdings ist der Pegelstand der Nahe im Sommer so niedrig, dass zwischen Juni und August kein Kanufahren möglich ist, man jedoch die Möglichkeit hat, auf den gut strömenden Wiesenfluss Glan auszuweichen.

Aber ob Nahe oder Glan, zahlreiche Outdoor-Reiseanbieter führen interessante Kanutouren im Programm, die für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene geeignet sind. Darüber hinaus gibt es Verleiher, die neben dem Kanu auch die Ausrüstung stellen, wenn man lieber auf eigene Faust das Nahetal entdecken möchte. Die Kanuverleiher sorgen dafür, dass das Boot an die Einstiegsstelle gebracht und von der Ausstiegsstelle wieder abgeholt wird, und je nach Bedarf gibt es eine Übersicht über den Flussverlauf und eine kurze Einführung in die Paddeltechnik. In den Orten Meisenheim oder Rehborn, die am Rande des Flusses liegen, gibt es viele kleine Cafés, Biergärten und Restaurants, in denen man gemütlich eine Pause machen und fernab vom Fluss die herrliche Landschaft genießen kann und ebenfalls Hotels mit guten Hotelbewertungen. Ferner bietet sich ein Halt in Bingen an, um dort neben dem Mäuseturm auch andere Sehenswürdigkeiten des Mittelrheintals zu besichtigen.

Kanut hinter Gittern

August 3rd, 2009

Ein berühmter Kanufahrer ist John Darwin. Seit einer Kanutour im Jahr 2002 galt er als verschollen. Sein Kanu wurde zerbrochen am Ufer gefunden und seine Schwimmweste wurde Tage später angespült.

Allerdings nutzte Darwin seine Tour mit dem Kanu dazu, unterzutauchen. Am 21. März 2002 machte er sich mit seinem Kajak zum Paddeln auf. Aber er kam nie von seiner Kajaktour zurück. So kassierte seine Frau die Lebensversicherung und verkufte die Häuser. Jahre später meldete sich der Kanut bei einer Polizeistation, angeblich ohne Erinnerung. Allerdings stellte sich heraus, dass Darwin seine Wasserwanderung genutzt hatte, um seinen Tod auf der Kanutour zu fingieren.

Der Kanufahrer und seine Frau wurden wegen Versicherungsbetruges verurteilt.

Faltkanadier

Juli 2nd, 2009

Ein Faltkanadier ist ein Kanadier, der aus einer Außenhaut (meist PVC oder Segeltuch) und einem Gestänge aus Holz oder Aluminium besteht. Faltkanadier sind Faltbooten.

Vorteile, ein Kanu als Faltboot zu kontruieren, sind geringeres Volumen und Gewicht. So kann der Canadier leicht transportiert werden. Das Kanu hat auch einen Vorteil in Wellen und Wildwasser.

Nachteile eines solchen Kanadiers sind erhöhter Zeitaufwand beim Zusammenbau. Der Faltkanadier kann in ca. 30 bis 60 Minuten aufgebaut werden. Geschwindigkeit und Spurtreue des Kanus werden durch geringere Steifigkeit des Rumpfes negativ beeinflusst. Die Beschädigungsgefahr ist bei einem Faltkanadier nicht höher als bei einem Festboot.

Kanadier

Juli 2nd, 2009

Kanadier (oder Canadier) sind zumeist offene Boote. Es ist ein Kanu, das sitzend oder kniend gefahren wird. Überwiegend wird es mit Stechpaddeln fortbewegt wird.

Kanadier wurden von Indianern in Nordamerika aus Birkenrinde zusammengenäht. Die “Wood-and-Canvas-Bauwiese” benutzt Holz, das mit imprägnierter Leinwand überzogen wird. Heutzutage werden Canadier auch aus wasserfest verleimtem Sperrholz gefertigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Kanadier aus Aluminium gebaut. Mittlerweile wird Kunststoff in verschiedenen Varianten eingesetzt. Keines der anderen Materialien wurde für die Kanu-Fertigung vom Kunststoff verdrängt. Robustheit, Ästhetik und Gewicht entscheiden über die Wahl des Materials, aus dem der Kanadier hergestellt wird.

Es gibt Alternativen zur festen Bauweise eines Canadiers, diese sind Faltkanadier und Schlauchkanadier.

Ausrüstung auf einer Kanutour

Juli 2nd, 2009

Die Ausrüstung auf einer Kanutour ist natürlich sehr wichtig.

Neben dem Boot selbst, also einem Kajak oder Kanadier, braucht man auf jeden Fall Schwimmwesten. Gegen Kentern sollte man das Material wasserdicht verpacken. Zum Paddeln sollte man auch eine Leine mitnehmen um das Kanu zwischendurch auch festmachen zu können.

Zum Übernachten sollte man ein kleines Zelt, sowie Schlafsäcke und Isomatten mitnehmen. Auf der Kanutour sollten auch ein Campingkocher und – besteck nicht fehlen. Ideal eignen sich EPas (Ein-Mann-Pakete der Bundeswehr) für die Verpflegung bei der Wasserwanderung.

Auch Schutz gegen Sonne und Mücken, also Hut oder Mütze, Autan und Sonnencreme sollten bei keiner Flusswanderung fehlen.

Kanutour in Glaskogen

Juli 2nd, 2009

Das Naturreservat Glaskogen lädt zum Paddeln auf eine Kajaktour ein. Das Wildnisgebiet in Schweden mit unzähligen Flüssen und Seen ist ideal für eine Wasserwanderung geeignet. Über 28000 Hektar erstreckt sich ein Paradies für die Flusswanderung mit einem Kajak oder Kanadier.

Die unvergleichliche Natur wird beim Paddeln unter Anleitung eines Reiseleiters mit einem Kanu durchquert. Bei fast 80 Seen gibt es genügend Auswahl für eine schöne Kajaktour. Auch in Schweden lernen Anfänger das Paddeln schnell. Die Etappen der Kanutour werden den Bedürfnissen der Kanuten angepasst. Übernachtungsmöglichkeit sind auf der Flusswanderung genügend vorhanden. Gelegentlich sind Landpassagen auf der Tour zu passieren. Die Kanutour in Schweden wird zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Kanutour Dalsland auf dem See Foxen

Juni 30th, 2009

Der See Foxen liegt in Dalsland, Schweden. Die unberührte Natur ist ideal zum Kanuwandern geeignet. Viele Wälder und endlose Seen: Das Wasserwandern in Schweden hat etwas ganz besonderes. Die unzähligen Wasserstraßen im Südwesten von Schweden werden von eingefleischten Kanuten mit Kajaks und Kanadiern gerne befahren.

Die Seen und Flüsse sind fischreich und so kann man auf seiner Kanutour selbst für das Essen sorgen. Der Wald reicht am felsigen Ufer des Sees Foxen bis an das Wasser. Die einzigen Laute, die zu hören sind, sind die leisen Wellen, die gegen das Kanu schlagen und Tierlaute aus der Natur.

Bei Kanufahrern ist die Gegend zwischen norwegischer Grenze und dem Vänernsee nicht ohne Grund beliebt. An den Ufern gitb es genügend Campingplätze zum Übernachten während der Kanutour. Und nach dem “Jedermannsrecht” darf man nach dem Paddeln auch wild zelten, wenn es denn kein Naturschutzgebiet oder Privatgelände ist.

Das richtige also für den nächsten Abenteuerurlaub.